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MPEG-4 HD Camcorder

Als MPEG-4 bezeichnet man ein Videokompressionsverfahren, das ursprünglich primär für den Einsatz an mobilen Geräten wie einem HD Camcorder entwickelt wurde, aber auch bei Internet-Nutzung Verwendung findet.

Ziel bei der Entwicklung war es, die Übertragung von Videosignalen in guter Qualität bei Systemen niedriger Bandbreite zu ermöglichen. Deswegen ist MPEG-4 auch nicht etwa der direkte Nachfolgestandard zu MPEG-2, da sich die Einsatzgebiete zunächst nicht überschnitten haben. Während als offizielles Containerformat MP4 festgelegt wurde, werden auch andere Formate wie AVI oder MKV eingesetzt. Mit der Verbreitung von Codecs wie DivX, XviD oder Quicktime von Apple, hat das Verfahren inzwischen aber auch Einzug bei vielen Heimanwendern gehalten. Einige DVD-Player unterstützen beispielsweise die Verwendung von DivX.

Mittlerweile bieten einige Hersteller von HD-Camcordern auch solche Modelle an, die mit MPEG-4 arbeiten. Diese Kameras erreichen zwar nicht die gleiche Qualität, die bei der Verwendung von MPEG-2 erzielt wird, können aber dafür in der Regel wesentlich günstiger angeboten werden. Manche Geräte erreichen unter MPEG-4 nur etwa 60% der üblichen Bitrate. Das bedeutet, dass die Videoaufzeichnung weniger Bildinformationen enthält und somit auch eine niedrigere Qualität erreicht. Dennoch können solche HD-Camcorder wegen des geringeren Anschaffungspreises eine Alternative sein.

Auch bei Sounddateien findet MPEG-4 Anwendung mit diversen Standards, wie beispielsweise das schon durch MPEG-2 bekannte AAC (Advanced Audio Coding). Auch an die Einbindung von DRM (Digital Rights Management) wurde gedacht, was bei MPEG-4 als IPMP (Intellectual Property Management and Protection) bezeichnet wird.

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