Unter dem Begriff Sorenson versteht man einen digitalen Videocodec zur Komprimierung von Videodateien, welcher von der Firma Sorenson Media entwickelt wurde. Erste Verwendung fand Sorenson 1998 im Videoplayer Quicktime der Firma Apple. Ein Jahr darauf verbreitete er sich stark im Zuge der Veröffentlichung des ersten “Star Wars: Episode I”-Kinotrailers, da dieser zunächst ausschließlich mit Quicktime zu sehen war. Viele User installierten den Player nur aus diesem Grund.
Die zweite Version des Codes, die 1999 erschien, wurde nur in wenigen Punkten verändert, um die Kompatibilität zu älteren Videos zu erhalten. Die dritte Version von Sorensen aus dem Jahr 2001 hingegen war stark verbessert und sollte es ermöglichen, im Vergleich zu anderen Codecs die Datenrate bei gleichbleibender Qualität um wenigstens die Hälfte zu reduzieren. Dies zielte unter anderem auf die zunehmende Verbreitung mobiler Videoanwendungen ab.
Nachdem sich die Wege von Apple und Sorenson getrennt hatten, entwickelte man ein neues Produkt namens Spark, das ab 2002 vor allem durch den Flash-Player bekannt wurde.
Die Firma Sorenson stellt inzwischen auch eigene Software zur Videokompression her, die unter dem Namen Squeeze bekannt ist. Mit Squeeze kann der Anwender sowohl eigene Flash-Videos erstellen, als auch hochauflösende Projekte verwirklichen, um beispielsweise mit dem eigenen HD-camcorder blu-ray-DVDs zu erstellen. Bei Verwendung von Mehrkernprozessoren kann das Programm auch mehrere Dateien zur gleichen Zeit umwandeln. Dabei unterstützt die Software die Verwendung der gängigen Videoformate, wovon nicht nur Anwender mit HD-camcorder profitieren.






